Sichtbarkeitsindex

Sichtbarkeitsindex

Sichtbarkeitsindex bei Webseiten

Wer sich im Bereich Linktauschanfragen auskennt hört ständig etwas von Anfragen, die einen gewissen minimalen Sichtbarkeitsindex, kurz: SI, vorraussetzen.

Doch die meisten Internetbenutzer haben von diesem mysteriösen Index noch nie etwas gehört, geschweige denn dass sie ihn verstehen.

Grund genug um etwas Aufklärung in diesem Bereich zu betreiben.

 

Zählen wir für den Beginn ein paar Fakten auf:

  • Google verarbeitet pro Tag ca. drei Milliarden Suchanfragen. Von diesen drei Milliarden Anfragen sind ca. 20 Prozent, also knappe 600 Millionen, noch nie zuvor gestellt worden.
  • Der Sistrix-Sichtbarkeitsindex ist der wichtigste seiner Art in Deutschland, und auch der am Meisten von den Medien Beachtete. Dieser Index beobachtet innerhalb von Deutschland ungefähr 250.000 Keywords. In anderen Ländern werden dagegen bis zu einer Million Keywords beobachtet.

Unter den drei Milliarden täglichen Suchanfragen befinden sich natürlich auch etliche mehrfach gestellte Anfragen. Der Einfachheit halber nehmen wir zur Verdeutlichung nur die neuen Suchanfragen. Diese betragen immerhin 600 Millionen täglich, das bedeutet, nach nur zehn Tagen sind bereits sechs Milliarden neue Anfragen gestellt worden. Dem mathematikbegeisterten Leser dürfte aber bereits aufgefallen sein, dass sich zwischen der einen Millionen statischer Keywords, und diesen täglichen 600 Millionen neuen Suchanfragen eine riesige Lücke klafft.

Kurz gesagt: Der Sichtbarkeitsindex deckt nicht einmal einen kleinen Bruchteil der täglichen Suchanfragen ab.Die Grundidee hinter diesem Sichtbarkeitsindex ist dabei durchaus gelungen. Trotzdem sollte man bedenken für was dieser Index genutzt werden kann. Zur Bestimmung der Wertigkeit einer Domain taugt der Sichtbarkeitsindex auf jeden Fall nicht.

So funktioniert der Sichtbarkeitsindex

Die statischen Keywords sind dabei sehr auf häufig gesuchte Keywords beschränkt. Autos, Stars, Handys, das sind die hauptsächlichen Suchanfragen. Seiten, die diese Keywords enthalten, passen sicher gut ins übliche Raster der vom Sichtbarkeitsindex bewertbaren Projekte. Trotzdem lassen sich damit die richtigen Trust- und Juice-Schwergewichte kaum fassen.

Besonders deutlich wird das bei Suchen, die weitab vom Mainstream sind. Als Beispiel sei hier die Wissenschaft genannt.

Als Beispiel sei hier Projekt A, mit einem SI von 1,59, und Projekt B, mit einem SI von 3,19 genannt. Als Nebeninfo: Wikipedia hat einen SI von 7.600, was die Unscheinbarkeit unserer Beispiele etwas verdeutlicht. Doch welches dieser beiden Projekte ist jetzt besser als Linkspender geeignet?

Natürlich ist die Antwort: Das unscheinbare Projekt A. Obwohl Projekt B einen höheren SI besitzt, ist A trotzdem hochwertiger. Hier eine kurze Beispielrechnung:

Projekt A – SI: 1,59 – PR 9 – Backlinks: 106.000 (von 8.971 unique IPs)
Projekt B – SI: 3,19 – PR 4 – Backlinks: 64.946 (von 674 unique IPs)

Außerdem ist Projekt B eine rein suchmaschinenoptimiertes Standardseite. Projekt A dagegen ist die Webseite der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Dass es sich hierbei um besonders wertvolle Backuplinks handelt, muss nicht erwähnt werden.

Als weiteres Beispiel sei hier www.europeana.eu genannt. Der deutsche SI liegt bei 0,32. Theoretisch müsste das eine durchschnittliche Seiten sein, die man zum Linktausch nehmen kann. Praktisch ist diese Seite mit über 100.000 hochwertigen Backlinks und einem Pagerank von 10 hervorragend dazu geeignet.

Das Fazit: Nicht sehr berauschend

Geht es um richtigen Trustjuice, so ist Sichtbarkeitsindex nicht zur Bewertung von Links oder Projekten geeignet. Je exotischer das zu bewertende Objekt wird (Beispiel Wissenschaft), desto ungeeigneter ist dieser Index. Dabei können gerade wissenschaftliche Projekte oder Links viele Googlefilter aushebeln und das Ranking heraufsetzen.
Vereinfacht gesagt, sollte der Sichtbarkeitsindex nur bei manchen Projekten berücksichtigt werden. Die Entscheidung sollte dabei stets sehr genau abgewägt werden.

Bild: © N-Media-Images – Fotolia.com

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